Beatus von Liébana "Navarra Kodex"

Diese Edition ist der Höhepunkt einer Serie von Publikationen, die seit einigen Jahren über den Kommentar der Apokalypse des Beatus von Liébana aus dem 8. Jahrhundert herausgegeben wurden. Mit der Herausgabe dieses wichtigen Textes, der im 12. Jahrhundert in Navarra entstand, soll ein ehrgeiziges Projekt umgesetzt werden: das letzte Zeugnis, das den Korpus in Spanien entstandenen Manuskripte dieses Werks vervollständigt, dem breiten Publikum und insbesondere den Spezialisten in alten Büchern zugänglich zu machen. P. José Moret schrieb 1665 in seinem Werk “Investigaciones históricas de las antigüedades del Reyno de Navarra” (“Geschichtliche Forschungen über die alten Werke des Königreiches Navarra, Pamplona, 1665), dass in der Bibliothek der Kathedrale von Pamplona im 17.

Jahrhundert ein Kodex existiere, der die Beschreibung der Apokalypse des Beatus von Liébana enthielt. Zurzeit ist dieser “Beatus” in besagter Bibliothek nicht mehr vorhanden. Das Buch war offenbar gegen Mitte des 19. Jahrhunderts aus seinem Regal gestohlen worden. Da seine Abbildungen einen spanischen Ursprung nahe legen, handelt es sich wahrscheinlich um das Exemplar, das heute in der Bibliothèque Nationale de France, Nouv. acq. lat. 1366 lagert. Das überzeugendste Argument für seinen Navarresischen Ursprung ist jedoch ein im Inneren des Einbands geheftetes Dokument des Königs Karls III von Navarra aus dem Jahr 1389, das an den Bischof von Dax, Jean Bauffès, und an den Prioren von Roncesvalles, Miguel de Tavar, gerichtet ist. Die jüngste Geschichte des Kodex erzählt L. Delisle in seinem Werk “Les manuscrits de l’apocalypse de Béatus” in: Mélanges de paléographie et de bibliographie, París, 1880. Diesem Buch zufolge wurde der Kodex zunächst in Spanien von einem Lyoner Buchhändler und danach von einem anderen Händler aus Mailand gekauft. Schließlich erwarb den Band ein Buchhändler aus Paris, der das Werk schließlich im Jahr 1879 an die Französische Nationalbibliothek verkaufte.

Das Original (12. Jh.) lagert in der Französischen Nationalbibliothek

Format des Werks: 345 x 235 mm.

314 Seiten

63 mit Miniaturen verzierte Seiten

Textsatz in zwei Spalten und 36 Zeilen

Karolingische Schrift mit Übergang zur Gotischen Schrift

Spezialpapier aus gealtertem Pergament

Von Hand zusammengetragen, gefalzt und geheftet.

Ledereinband auf Tafel mit Stiften und zwei Verschlüssen an der Kante

Begleitband mit geschichtlicher, künstlerischer und paläographischer Analyse

Lieferung in einem eleganten Etui

Einzige Auflage von 995 nummerierten Exemplaren mit notariell beglaubigtem Echtheitszertifikat