Inkunabeln Stundenbuch für Den Condottiere Ferrante d’Este


Diese Inkunabel ist ein einzigartiges Exemplar aus der lateinisch- und französischsprachigen Ausgabe eines horae ad usum Romanum, dessen Druck am 20. August 1496 in der Pariser Werkstatt von Philippe Pigouchet im Auftrag des Buchhändlers und Herausgebers Simon Vostre abgeschlossen wurde. Wie die meisten handgeschriebenen Stundenbücher ist dieses Werk eine Sammlung von Gottesdiensten und Gebeten für Laien. Dieser Wiegendruck zeigt eine einzigartige Auswahl an Texten, die für jene Zeit des typisch sind: in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts tauchten immer mehr Bücher mit frommen Schriften auf. Auch die Tatsache, dass die Texte in zwei Sprachen verfasst sind, ist ein Abbild des geschichtlichen Kontextes. Das Buch enthält die Haupttexte, einige der als weniger bedeutend geltenden Texte ebenso wie eine eigentümliche Auswahl an Zusatztexten nach der Klassifizierung der vielen erstklassigen Studien dieses Buchtyps. Die einzelnen Drucke und ihre Rahmen sind fein koloriert. Es handelt sich somit um eine ohne Verwendung von Bleioxid illustrierte Inkunabel, die an Ferrante d’Este (1477-1540), den Sohn von Ercole d’Este (1431-1505), adressiert war. Ferrante d’Este nahm 1505 gemeinsam mit seinem Bruder Giulio (dem unehelichen Sohn des Herzogs) an der Verschwörung gegen seinen anderen Bruder Alfonso I d’Este (1476-1534), dem Nachfolger Ercoles und Herzog von Ferrara, Modena und Reggio, teil. Nachdem er zunächst zum Tode verurteilt wurde, verbrachte Ferrante die letzten 34 Jahre seines Lebens im Kerker.

Das Original lagert in der Spanischen Nationalbibliothek (Signatur I 2719)

Format des Werks: 4. – 210 x 120 mm

190 Seiten

48 Illustrationen, davon 18 ganzseitig

182 Rahmen aus über 1.100 Teilen verschiedener Größe

Initialen in Indigoblau und Karmesinrot, gelb abgeschlossene Majuskeln

Spezialpapier aus behandeltem Pergament von gleichem Gewicht wie das Original

Von Hand zusammengetragen, gefalzt und geheftet.

Ledereinband auf Tafel mit Gaufrierung aus Gold

Analyse von Dr. Julián Martín Abad, Leiter des Dienstes für Manuskripte und Inkunabeln der Spanischen Nationalbibliothek

Das Faksimile und die Analyse werden in einem eleganten Etui geliefert

Einzige Auflage von 995 nummerierten Exemplaren mit notariell beglaubigtem Echtheitszertifikat

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